Fichte oder Rottanne: Picea
abies karst., Norway spruce, l´abette rosso
Weißfichte oder Schimmelfichte:
Picea glauca,
Stechfichte oder Blaufichte
(Blautanne): Picea pungens Engelm.
Sitkafichte: Picea
sitchensis
Nadeln:
4kantig, spitz glänzend, steif, oft segelförmig gekrümmt, vom Zweig seitlich
und aufwärts nur wenige abwärts abstehend, meist gegen das Zweigende vorgeneigt,
auf vorspringenden Blattkissen daher entnadelte Zweige rauh wie eine grobe
Feile sieben Jahre bleibend

Blüten:
einhäusig, männliche Blüten erdbeerförmig, erst rote, später gelbe Kätzchen
an vorjährigen Trieben; weibliche Blüten purpurrot, mitunter grüne Zäpfchen,
aufrecht, endständig
Borke:

Zapfen:
meist braun, selten grün, hängend, nach dem Ausfliegen der Samen als
Ganzes abfallend. Zapfenschuppen am oberen Rand meist gezähnelt.
Same:
eiförmig, mit ausgezogener, gedrehter Spitze, einfärbig (im Gegensatz zur
Kiefer) kaffeebraun, in löffelartiger Vertiefung des Flügels, von dem er leicht
zu trennen ist.
Keimlinge:
Keimblätter zu 6-9 im Quirl, bogig aufwärts gekrümmt, dreikantig, zugespitzt,
an der Innenkante fein sägezähnig, an den Seitenflächen weiß punktiert; Erstlingsnadeln
kleiner, an ihren Seitenkanten im oberen Teil gezähnt.
Habitus:
großer Baum mit spitzer Krone, flache weitstreichende Bewurzelung; Rinde anfangs
rötlich braun, später graubraun, in runden muldenförmigen Schuppen; beendet
Höhenwuchs mit 70-120 Jahren, Höhe 40-60m; bis zu 2m dick; Im Freistand tief
beastet und abholzig, Kammfichte mit vorhangähnlich herabhängenden Zweigen,
Bürstenfichte mit bürstenartiger Anordnung der viel kürzeren Zweige in höheren
Gebirgslagen ist die Plattenfichte mit horizontal angeordneter Verzweigung
anzutreffen; Sonderformen: Schlangenfichte, Hängefichte, und die durch
besondere Holzgüte ausgezeichnete Haselfichte

Ansprüche:
feuchte Luft, frischen und feuchte Böden, wenn auch nicht tiefgründig, Wärmeansprüche gering, erträgt mäßigen Schatten, anspruchsloser Baum der Hochebene und Gebirge, Zentralalpen bis 2000m (sonst zw. 1000m-1500m); mittel bis hoher Nährstoffanspruch;
Gefährdungen:
Abiotisch:
leidet in der Jugend unter Spätfrost, leicht vom Sturm geworfen, Tieflagenfichte
mäßig schneebruchgefährdet, Rindenbrand erfaßt zu schnell freigestellte dünnborkige
Bäume, reagiert auf Immissionbelastung empfindlich, empfindlich auf Hitze
und Dürre, Fegen des Wildes,
Biotische:
Rotfäule befällt gerne die Wurzeln, Hallimasch (Fichtensterben), Fichtennadelrost
> Zuwachsverluste, Borkenkäfer: Profilaxe nur durch standortausgeglichen
Mischung und intensiver Pflege möglich, Nonne: bes. bei künstl. Anbaugebiet,
Fichtenblattwespe in Tieflagen und Monokulturen
·
Subalpiner, montaner Fichtenwald
·
Fichten- Tannenwald
·
Fichten- Tannen- Buchenwald
·
Lärchen- Zirbenwald
·
Vereinzelt im Schneeheiden- Kiefernwald und Bergahorn-
Eschenwald
Reifholzbaumart, Splint.- und Kernholz sind gleichfärbig weißlich bis strohgelb, rötlich, durch Lichteinwirkung gelblich braun nachdunkelnd;
Querschnitt:
die Früh.- und Spätholzzonen der Jahrringe sind deutlich erkennbar. Der Übergang
vom weißlichen Frühholz zum rötlich gelben Spätholz vollzieht sich allmählich.
Wesentliches Unterscheidungsmerkmal gegenüber der Tanne sind feine nicht sehr
zahlreiche Harzkanäle.
Radialschnitt:
gestreifte Textur, piceoide Tüpfelung im Kreuzungsfeld
Tangentialschnitt:
Spätholzzonen bilden Flader
Sehr häufig Harztaschen erkennbar, Streuabbau langsam

Holz weich und leicht, mittlere Dichte, im darrtrockenen Zustand 430kg/m3, mäßig schwindend und leicht spaltend, läßt sich gut trocknen, bearbeiten, gut beizen und färben, schwer zu polieren, geringer witterungsbeständig als Tanne, empfindlich für Pilz und Insektenbefall, Schwer imprägnierbar
Die angegebenen Werte beziehen sich auf fehlerfrei gewachsene Holzproben und eine Holzfeuchte von etwa 12%. Diese entspricht der Gleichgewichtsfeuchte des Holzes im Normklima (20°C/65% Luftfeuchte).
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Rohdichte r0 |
0,43 |
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Rohdichte rn [g/cm³] |
0,47 |
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Schwindmaß von Fasersättigung bis atro/ Vol. |
11,7 % |
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Axial |
0,3 % |
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Radial |
3,6 % |
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Tangential |
7,8 % |
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E –Modul axial [N/mm²] |
11000 |
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Zugfestigkeit ßz|| [N/mm²] |
90 |
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Druckfestigkeit ßd|| [N/mm²] |
50 |
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Biegefestigkeit ßb|| [N/mm²] |
78 |
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Brinellhärte HB^ [N/mm²] |
12 |
Bauwesen (Konstruktionswesen, Dachstühle, Holzleimbau), Bauhilfsstoff, Innen.- und Außenbau, und als Industrieholz (zur Erzeugung von Zellstoff, Holzstoff, Span und Faserplatten), engjährige Hochlagenfichten dienen als Klangholz für Musikinstrumente.